Denkst Du darüber nach, Deine Logistik auszulagern oder Dein Warehousing zu ändern? Dann bist Du hier genau richtig. In den nächsten 5 bis 10 Minuten erfährst Du alles, was Du darüber wissen musst. Was ist Warehousing, was sind Herausforderungen und Chancen der Lagerhaltung, was ist der Unterschied zwischen Warehousing und Logistik und wie unterscheidet man ein Warehouse von einem Fulfillment Center. Schließlich erfährst Du, worauf E-Commerce-Händler:innen bei der Auswahl eines Logistikpartners achten sollten, und Du kannst virtuell durch ein Fulfillment-Lager gehen.

Lass uns also keine Zeit mehr verlieren. Los geht's.

Was ist Warehousing?

Warehousing ist der gängige Begriff für die physische Lagerung von Produkten, bevor diese weiterverteilt oder verkauft und ausgeliefert werden. Gutes Warehousing garantiert dabei einer organisierte und sichere Lagerung der Artikel bis zu deren Weitertransport. Während kleine Unternehmen oftmals eigene Räumlichkeiten, wie den privaten Keller nutzen, bauen größere Unternehmen eigene Lagerhäuser oder nutzen die Dienste von Fulfillment Unternehmen.

Warehouse oder Fulfillment Center - Was ist der Unterschied?

Warehouse und Fulfillment Center werden oft synonym gebraucht. Technisch gesehen ist das aber nicht richtig. Während ein Warehouse lediglich für die Lagerung Deiner Produkte dient, ist ein Fulfillment Center ein Lagerhaus mit zusätzlichen Funktionen. Dazu gehören neben der Lagerung, die Kommissionierung (auch Pick und Pack genannt), sowie die Auftragsabwicklung mit Hilfe von Versanddiensten. Zusammengefasst wird dieser Begriff auch als Fulfillment bezeichnet und ist damit namensgebend für die Fulfillment Zentren.

Alle Fulfillment Center sind also Warehouses während das umgekehrt nicht zutrifft.

Warehousing oder Logistik - Was ist der Unterschied?

Warehousing wird darüber hinaus auch oft gleichbedeutend mit Logistik verwendet. Streng genommen ist aber Warehousing lediglich für die Lagerung zuständig, während Logistik der funktionale Faktor ist. Dabei spielt vor allem die Warenbewegung innerhalb und außerhalb des Lagerhauses eine entscheidende Rolle in der Logistik.

Warehousing und Logistik sind nicht dasselbe, sie sind aber miteinander verbunden und voneinander abhängig. Um effizientes Fulfillment zu garantieren, müssen Warehousing und Logistik gemeinsam funktionieren.

Herausforderungen und Chancen in einem Warehouse

Optimierte Lagerung

Es mag logisch erscheinen, dass eine optimierte Lagerung zu effizienten Prozessen führt. Trotzdem gibt es gerade in diesem Bereich immer noch großes Verbesserungspotential bei vielen Unternehmen. Nicht umsonst verzeichnen 79% der Unternehmen mit einer starken Supply-Chain ein stärkeres Wachstum als deren direkte Konkurrenz.

Egal ob mit der Verwendung ausgeklügelter Regalsysteme oder einer optimierten Anordnung der gelagerten Produkte - hier kann enorm viel Zeit und Geld gespart werden. Dabei kann etwa eine Verbesserung, die zu einer Verkürzung von nur 3 Sekunden der Picking-Time eines Gegenstandes im Laufe der Zeit zu enormen Effizienzgewinnen führen.

Beispiel:
30 Mitarbeiter:innen “picken” je 40 Gegenstände pro Stunde. Dauert jeder dieser Handgriffe 3 Sekunden weniger, erspart man sich dadurch stündlich die Arbeitsleistung einer Arbeitskraft.

Inventar Management

Wenn das Jahr 2021 eines unter Beweis gestellt hat, dann, dass das Inventarmanagement ein entscheidender Faktor im E-Commerce ist. So gilt es, stets den Überblick über gelagerte Produkte zu behalten. Zum einen geht es darum Stockouts zu verhindern - nichts ist für Online Händler:innen frustrierender als einen Verkauf abzuschließen, diesen dann aber nicht abwickeln zu können.

Auf der anderen Seite geht es auch darum Ablaufdaten im Blick zu behalten. Mit Logistik-Taktiken wie dem FIFO (First-in-first-out) Prinzip kann das vereinfacht werden. Dazu ist auch das sogenannte LOT-Tracking entscheidend um den Überblick zu behalten.

Umgang mit Schäden

Beschädigte Produkte führen stets zu Frustration. Doch egal wie gut die Sicherheitsvorkehrungen sind, bei tausenden gelagerten Produkten kann es vorkommen, dass Produkte beschädigt werden oder bereits mit Schäden angeliefert werden. 

Auch in diesem Fall ist es entscheidend diese Waren zu lokalisieren und zu entfernen. Zum einen, um sie nicht versehentlich an Kund:innen zu verschicken und dadurch deren Ärgernis zu verursachen. Zum anderen aber auch um nicht den Platz zu verschwenden, der für ein intaktes Produkt genutzt werden könnte.

warehousing and shipping

Warehousing und Versand

Wie bereits gesagt, müssen für einen optimierten Fulfillment Prozess das Warehousing und der Versand wie Zahnräder ineinander greifen. Gerade im E-Commerce ist ein schneller und effizienter Ablauf wichtiger denn je. 

Kund:innen sind durch E-Commerce Giganten wie Amazon daran gewöhnt, Bestellungen in der Regel innerhalb der nächsten zwei Tage geliefert zu bekommen. Deshalb geht es darum die Produkte schnellstmöglich aus den Warehouse rauszubekommen und an die Lieferdienste zu übergeben.

Kleinere, mittlere und auch große Unternehmen können dabei aus eigener Kraft nur schwer mit den großen E-Commerce Playern mithalten. Darum sind 3PL und Fulfillment Lösungen wie jene von byrd oft die beste Chance darauf konkurrenzfähige Bestellabwicklung zu gewährleisten.

Warehousing und Logistik Partner - Worauf musst du achten

Bei der Suche nach ebensolchen Fulfillment Service Partner gibt es einige wichtige Faktoren zu beachten.

Lagerkosten und Anzahl an SKUs

Anfangs macht es oft Sinn die Logistik selbst zu übernehmen. Bestellungen halten sich zu diesem Zeitpunkt oft in Grenzen und durch das In-house Fulfillment erhalten Händler:innen ein besseres Verständnis von den Prozessen die mit der Logistik verbunden sind. Zu diesem frühen Zeitpunkt macht es aber meist auch noch keinen Sinn die Logistik auszulagern. Deshalb muss Anfangs oft das eigene Wohnzimmer als “Warehouse” genutzt werden. Dieses Setup ist meist bis zu einer Versandmenge von etwa 100 Sendungen pro Monat nachvollziebar. 

Wird diese Schwelle einmal übertroffen, nimmt der Fulfillment Prozess oft mehr Zeit in Anspruch als verkraftbar - Zeit, die dann in anderen Bereichen fehlt. Deshalb ist es meist sinnvoll das Fulfillment auszulagern und zusätzliche Lagerkosten in Kauf zu nehmen. Auch wenn das die Gewinnmargen schrumpfen lässt, führt meist kein Weg daran vorbei. Zudem arbeiten dann Fulfillment Experten mit entsprechenden Equipment an der Bestellabwicklung. Das führt zu effizienten Abläufen und schnelleren Lieferungen - Deine Kundin:innen werden es Dir danken.

Bei der Überlegungen wann dieser Schritt gewagt werden soll spielt auch die Anzahl Deiner SKUs eine wichtige Rolle. Je mehr Du davon hast, desto komplizierter wird das Fulfillment. Behalte das stets im Hinterkopf.

Art der Produkte

Neben der Anzahl der SKUs ist auch die Beschaffenheit der Produkte entscheidend. Verkaufst Du etwa Gefahrengut oder sperrige Artikel, dann solltest Du das mit Deinem potentiellen Fulfillment Partner im Voraus abklären.

Eine gute Kommunikation mit Deinem 3PL Unternehmen ist immer wichtig. Gerade wenn Dein Verkauf starke saisonale Schwankungen aufweist, solltest Du das Deinen Fulfilment Partner wissen lassen. Das gleiche gilt, wenn Du Flash-Sales oder Marketing Kampagnen durchführst. Durch die Kommunikation im Voraus kann sich das Fulfillment Unternehmen darauf vorbereiten um genügend Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen.

Standort des Lagerhauses

Bei der Wahl einer Warehouse Lösung ist auch der Standort von größter Wichtigkeit. Zunächst sucht dabei der Großteil der Händler:innen nach “Lager in meiner Nähe”. In vielen Fällen ist das nicht die optimale Lösung. Vielmehr solltest Du Dich nach standortbasiertem Fulfillment in der Nähe Deines Zielmarktes umsehen. Kürzere Versandwege bedeuten schließlich kürzere Versandzeiten, geringere Versandkosten und auch eine geringere Umweltbelastung.

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Anzahl der Lagerhäuser

Folglich macht es für E-Commerce Händler:innen, die auf mehrere Märkten aktiv sind Sinn, mehreren Lagerhäuser zu nutzen. So kann es etwa für deutsche Verkäufer:innen das beste Setup sein, Fulfillment Zentren in Berlin, London und Paris zu nutzen, wenn diese Märkte zu den Hauptabnehmern gehören. 

87% der befragten Führungskräfte gaben bereits 2019 an ihre Warehouse Standorte innerhalb der nächsten 5 Jahre ausbauen zu wollen. Wieviele verschiedene Lagerhäuser genutzt werden sollten ist stark von der Art der Produkte und Anzahl an Sendungen abhängig.

Bonded Warehousing

Ein weiterer Faktor ist die Verbindung der Lagerhäuser miteinander. Im E-Commerce, wie auch in der Logistik, spielen Daten eine enorm wichtige Rolle. Ein einheitliches Dashboard zur Verwaltung des Inventars und ein Echtzeit-Datentransfer über mehrere Logistik-Standorte hinweg sind somit entscheidende Faktoren bei der Wahl der Fulfillment-Lösung. Zudem erhöht die Kommunikation mit mehreren Fulfillment Anbietern die Komplexität und die Fehleranfälligkeit. 

Fulfillment Anbieter wie byrd sind dabei mit ihren integriertem Fulfillment Netzwerk mit zahlreichen Standorten und einem einheitlichen Dashboard klar im Vorteil.



Virtuelle Fulfillment Warehouse Tour

Willst Du wissen wie ein Fulfillment Warehouse von innen aussieht?

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